Olivenblättertee

HEILENDE KRAFT IM OLIVENBLATT

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Seit Jahrhunderten ist die Frucht des Olivenbaums für die Ernährung der Mittelmeervölker unverzichtbar. Die positiven Einflüsse eines hochwertigen Olivenöls in unserem Ernährungsplan sind weltweit bekannt. Nur wenige Menschen wissen jedoch von der heilenden Wirkung der Olivenblätter. Dabei setzten die Griechen schon vor vielen Jahrhunderten die Blätter gegen Infektionen, Fieber und Schmerzen ein. Auch die Römer erkannten den positiven Einfluss auf Körper und Geist. Und Hildegard von Bingen verabreichte ihren Patienten den Olivenblätter-Tee bei Gicht und Magen- und Darmbeschwerden. In Spanien wurde Anfang des 19. Jahrhunderts Olivenblätter als Medizin gegen Fieber eingesetzt. Danach ist das Olivenblatt als Heilmittel weitgehend in Vergessenheit geraten. Seit einigen Jahren beschäftigen sich Forscher intensiv mit den Substanzen und der Wirkung, die in den Blättern des Olivenbaums steckt.

HOHE KONZENTRATION VON OLEUROPEIN

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Zu dem medizinisch und pharmazeutisch interessanten Inhaltsstoff in den Olivenblättern gehört die etwas bitter schmeckende Substanz Oleuropein. Dieser sekundäre Pflanzenstoff macht den Baum widerstandfähig und gibt der Pflanze die Kraft, ein sehr hohes Alter zu erreichen. Einige Jahrhundert alt kann ein Baum werden – trotz karger Böden, großer Trockenheit und enormer Hitze. Das Oleuropein steckt in der Wurzel, der Rinde, der Olive und in den Blättern. Die höchste Konzentration findet man allerdings in den Olivenblättern. Oleuropein ist ein Antioxidantium, das sowohl freie Radikale im Körper bindet, als auch Entzündungen hemmt, es wirkt blutdrucksenkend, hilft gegen Arterienverkalkung, stärkt das Immunsystem und wird bei Schlafstörungen verabreicht.

ZUBEREITUNG DES OLIVENBLÄTTER-TEES

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Auf Korfu trinken die Menschen gerne mal ein Tässchen Olivenblätter-Tee. Er wird aus frischen oder getrockneten Olivenblättern hergestellt und schmeckt aromatisch-bitter. Das Getränk erinnert ein bisschen an Grüntee, enthält allerdings kein Koffein. Je länger man den Tee ziehen lässt, desto stärker kommt das Oleuopein zum Tragen und die Bitterstoffe werden stärker.

Für eine Tasse Tee nimmt man 1 bis 2 Teelöffel zerkleinerte Olivenblätter und übergießt diese mit kochendem Wasser. Je nach Geschmack 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Die Griechen geben gerne einen Löffel Honig in den Tee, er kann aber mit Zitrone, Ingwer oder einem Minzeblatt verfeinert werden.